Start von VINIPAZZI: «ES MUSSTE SEIN.»

Ich versuche jene Form von Buchreihe zu machen, die ich gerne selbst in den Buchläden zu entdecken trachtete, und nicht gefunden habe. Jetzt ist sie losgeschickt, die Idee einer neuen Art von Weinliteratur: Am 19. März startete VINIPAZZI, mit dem Erstling 01/2014 NATURSCHÖNHEIT.

19. März 2014

Der 19. März 2014 ist ein guter Tag für den Wein und dessen Geniesserinnen und Geniesser! Denn an diesem Tag startet VINIPAZZI.

In Zürich, dem Ausgangspunkt von VINIPAZZI, findet die Buchpräsentation statt, Volume 01/2014 öffnet seine Seiten und verrät, in Worten, in Bildern, in Figuren, was VINIPAZZI sein soll.

In Zürich wird also gefeiert: Die neue Buchreihe. Die Weingüter Peter Jakob Kühn (Rheingau), Clemens Busch (Mosel) und Dönnhoff (Nahe). Die natürliche Schönheit, die in Weinen stecken kann, wenn es die Winzer verstehen, diese Schönheit, vermengt mit den Talenten des Ortes ihres Wirkens entfalten zu lassen, zu: NATURSCHÖNHEIT.


Nun ist sie losgeschickt, die Idee einer neuen Art von Weinliteratur. Peter Jakob Kühn erzählt in Volume 01/2014: «Es musste sein.» Und meinte damit, die Neuaurichtung des eigenen Weinguts. «Es musste sein», gilt auch für VINIPAZZI. Zu sehr gleichen sich die Magazine und Bücher über Wein. Oberflächlichkeit, Schnelllebigkeit, viel Schein und ähnlich viel Abhängigkeiten dominieren aktuell die Weinszene. 

Ich wage mit VINIPAZZI nun den Sprung ins kalte Wasser: mit dem Ziel, näher ran zu gehen an die Themen, Menschen, ihre Weine, um tiefgründiger, farbiger und fokussierter zu sein. Diese Ausrichtung habe ich gewählt, weil ich das so möchte und weil ich glaube, dass eine wachsende Anzahl an Leserinnen und Leser dies möchten.

«Eine Qualität entsteht im Kopf», meinte wiederum der Winzer Kühn. Ein anderer, der legendäre Helmut Dönnhoff sagte schon vor Jahren: «Ich mache jenen Wein, den ich selbst mag.» Es wurde zu seinem Erfolgsrezept. So wurde es möglich, dass sich in seinen Weinen sein feinfühliges Denken und seine Suche nach Balance verflüssigt haben. Dönnhoffs Idee von Wein fand eine weltüberspannende Fangemeinde.

Ähnliches ist zu den Weingütern Peter Jakob Kühn und Clemens Busch zu sagen. Konsequent die eigene Idee verfolgen, mit allen Talenten, die man selbst mitbringt oder die man von weiteren Beteiligten in die Umsetzung der Idee zu intergrieren weiss, war auch ihr Weg. So gut, dass sie nun im Erstling von VINIPAZZI geehrt werden.

Von solchen ‹vinophilen› Logiken kann man Lernen, auch ausserhalb des Weinmachens. Ich nenne das: ‹Lernen durch Trinken›. In jedem VINIPAZZI-Band soll es deshalb ein Essay in der Rubrik ‹Learning by drinking› geben.

So versuche auch ich jene Form von Buchreihe zu machen, die ich gerne selbst in den Buchläden zu entdecken trachtete, und nicht gefunden habe. Nun liegt die Idee vor und heisst VINIPAZZI. 

VINIPAZZI-Vernissage in Zürich, 19. März 2014
VINIPAZZI-Vernissage in Zürich, 19. März 2014

Helmut Dönnhoff, Thom Held, Peter Jakob Kühn, Clemens Busch (von links nach rechts)


VINIPAZZI-VORSCHAU


Volume 02/2014: 
PHANTAPALASTIQUE
Es ist der Wein, der spricht 
(Henri Bonneau (F), Château Rayas (F), Marie-Thérèse Chappaz (CH))

Volume 03/2015: 
FESTIVAL RADIKAL
Bonsai-Viticulture 

Thom Held © VINIPAZZI 2014
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Thom Held, 2014, vinipazzi.net